Marktbesuch als Händler

Patrizier Sven
Tagebucheintrag

Auf dem Markt angekommen sehe ich diesen plötzlich in einem ganz anderen Licht. Ab jetzt geht es nicht mehr darum ein paar Waren für den täglich Bedarf preiswert zu erwerben, sondern große Menge davon – eine ganz neue Herausforderung.

Ich begebe mich also zu den einzelnen Händlern und erkundige mich nach den Preisen. Schnell stelle ich dabei fest, um so mehr ich kaufe, um so mehr kostet das einzelne handelbare Fass. Schnell wird mir klar, dass der Handel sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird, 10 Fass hier, 8 Fass dort, 12 Fass bei dem. So kämpfe ich mich den Rest des Tages durch den ganzen Markt.

Am Ende habe ich 150 Fass bestes Danziger Bier gekauft. Im Preis inbegriffen die Lieferung in den Hafen, verladen müssen es aber meine Matrosen selber. Nach guten zwei Stunden ist alles an Bord, meine Schnigge ist damit bis zum letzen Winkel ausgelastet. Heute werden wir nicht mehr ablegen, erstens ist es schon spät, außerdem will Magnus mich morgen früh in der Gilde treffen.

Also gebe ich den Matrosen, bis auf eine Wache, bis morgen Nachmittag frei und mache mich selber für die neuesten Informationen auf den Weg ins Gasthaus. Im Gasthaus gibt es einen kleineren Tumult in der Ecke der Matrosen. Dort wird mal wieder darum gestritten, wer denn nun angeheuert wird.

Als die Stadtwache eingreift wird der Tumult erst noch heftiger und endet dann ganz abrupt. Danach ergreift ein Mann im hinteren Teil der Ecke das Wort und wendet sich an die Stadtwache. Diese Matrosen seien heute früh erst aus Libau gekommen und wollten eigentlich nur Bier trinken, in Libau hätten sie nichts bekommen. Es war keine Absicht einen Streit anzufangen, eher zu viel Bier. Die Stadtwache lässt die Matrosen nach eindringlicher Ermahnung laufen und begibt sich von dannen.

Ich als Händler habe gerade eben die für mich wichtige Information erhalten, ich werde morgen also gen Libau auslaufen …


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